Aufgüsse.

Saunaaufguss richtig machen

In zahlreichen Artikeln habe ich bereits beschrieben, was es beim Saunieren zu beachten gibt und wie du den Saunaabend zu einem Erlebnis machst.

Ein wichtiger Bestandteil ist in meinem Augen und in denen vieler Saunagänger, der Saunaaufguss!

Um den Aufguss angenehm und gut zu machen, musst du natürlich einiges beachten und ein paar wenige Schritte befolgen.

 

Wie mache ich einen Saunaaufguss richtig?

Den Saunaaufguss führt man in mehreren Schritten durch, die ich dir auch alle unten auf der Seite noch einmal auflisten werde.

Der erste Schritt eines Aufgusses ist, wie bei den meisten Dingen im Leben die Vorbereitung.

 

Welches Equipment benötige ich für einen Aufguss?

Möchtest du den Aufguss zum Beispiel in deinem Fitnessstudio machen, ist vermutlich ein Aufgusseimer, eine Kelle und entsprechendes Aufgusskonzentrat vorhanden.

Solltest du den Aufguss zuhause machen wollen, solltest du dir dieses Zubehör unbedingt zulegen. (Kannst du natürlich auch schnell und günstig hier bei Amazon bestellen: Aufgusseimer, Kelle)

Prinzipiell hast du bei den Artikeln freie Auswahl, worauf ich jetzt nicht zu detailliert eingehen möchte. Jedoch solltest du bei dem Aufgusseimer darauf achten, dass, wenn dieser nicht beschichtet ist, mit Wasser gefüllt sein sollte, sonst verzieht er sich und das Wasser läuft immer heraus. Aufgrund dessen empfehle ich für zuhause einen beschichteten Eimer zu kaufen. Die Kelle gibt es entweder aus Metall oder aus Holz. Ich persönlich mag für zuhause die Kellen aus Holz lieber (für das Feeling).

 

Beim Aufgusskonzentrat solltest du nicht Sparen. Wieso fragst du dich?

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass du es riechst. Oft riechen die billigen Düfte sehr chemisch und haben nichts mit der Duftnote zu tun, die auf der Verpackung stehen. Dies liegt meist daran, dass die Düfte synthetisch hergestellt werden.

Daher achte beim Kauf darauf ätherische Öle, die aus der Natur (bspw. aus Blüten, oder Hölzern gewonnen werden) zu benutzen. Du wirst den Unterschied merken.

Bei der Duftrichtung stehen dir natürlich alle Türen offen. Von klassischen Düften wie Birke oder Fichtennadel, über Orange oder Grapefruit, bis hin zu Kräutermischungen ist für Jeden etwas dabei.

Meine Favoriten aus den jeweiligen Richtungen sind folgende und kann ich sehr empfehlen (ich persönlich mag übrigens die Marke Finnsa vom Aroma sehr gerne):

Hölzer:

 

Finnsa – Birke

Fruchtig:

Finnsa – Blutorange

Finnsa – Sanddorn

Duftmischung:

Finnsa – Royal

 

Natürlich kannst du alle Konzentrate auch miteinander kombinieren und so deine eigenen Kreationen zaubern.

 

Wie führe ich den Aufguss durch?

Nachdem die Sauna auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt ist (für zuhause empfehle ich ca. 80°C) ist es wichtig erst einmal die Sauna durchzulüften.

Dazu einfach die Tür je nach Saunagröße und Lüftungsmöglichkeiten des Vorraums 2-4 Minuten öffnen und mit einem kleinen Handtuch frische Luft hinein wedeln und auch in der Sauna von oben nach unten (oder anders herum) die Luft herumrühren.

Das Lüften ist wichtig, damit frischer Sauerstoff in die Sauna kommt und der Aufguss generell angenehmer ist. Dadurch vermeidest du das häufiger Auftreten von Personen, die denken, sie bekommen weniger Luft auf einmal.

Außerdem heizt der Saunaofen dadurch noch einmal nach und das Wasser kann besser verdampfen.

Währenddessen kannst du schon einmal den Aufgusseimer vorbereiten. Zwei Liter Wasser sollten für zuhause völlig ausreichen und je nach Angabe auf der Verpackung, das Konzentrat dazu geben.

Den Aufguss solltest du in 2-3 Runden aufteilen. Gebe 3-4 Kellen (je nach Saunagröße und Temperatur) langsam auf die Steine des Saunaofens. Warte anschließend ein paar Sekunden, damit sich die Feuchtigkeit etwas setzt und anschließend wedel leicht mit deinem Handtuch. Achte hierbei darauf, dass du die warme Luft nach unten bringst, sodass diese sich gut in der Sauna verteilt.

In der zweiten Runde kannst du schon etwas mehr Wasser auf den Ofen geben und neben dem Wedeln auch gerne die einzelnen Personen in der Sauna „Abschlagen“, sprich die warme Luft durch eine schnelle Abwärtsbewegung zur jeweiligen Person bringen (schaue dir dazu auch gerne Tutorials auf YouTube an)

In der optionalen dritten Runde kannst du noch einmal alles geben und noch einmal ordentlich einheizen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Hierbei solltest du immer darauf achten, dass es für die Personen und dich selbst immer noch angenehm ist, aber es darf dennoch schon etwas „kitzeln“ auf der Haut.

Ist dies gepackt können die Leute entweder noch in der Sauna sitzen bleiben, oder direkt nach draußen gehen. Hierbei bitte unbedingt darauf achten, dass nicht direkt unter die kalte Dusche gesprungen wird, sondern erst in kühler Umgebung etwas hin und hergelaufen wird. Dies ist wichtig um einerseits den Kreislauf wieder zu stabilisieren und andererseits um die Lunge ebenfalls herunter zu kühlen.

Gepackt, der erste Aufguss war erfolgreich. Nun liegt es bei dir, was du daraus machst und ob du noch weitere Aufgüsse danach machst. Hier kannst du dich auch extrem durch bestimmte Wedeltechniken und Variationen der Wassermenge verbessern.

 


 

Zum Abschluss noch einmal alle Punkte als Checkliste:

  • Erhitze die Sauna auf die gewünschter Temperatur
  • Bereite Aufgusseimer mit Wasser und Aufgusskonzentrat vor + eine Kelle + ein Wedelhandtuch
  • Lüfte die Sauna durch öffnen der Tür und hereinwedeln von Frischluft
  • Führe den Aufguss in 2-3 Runden durch
  • Eine Runde besteht aus Aufgießen des Wassers + Verteilen der warmen Luft + optionales „abschlagen“
  • Nach dem Aufguss frische Luft tanken

 

Alle Information, wie man richtig sauniert, findest du im folgenden Artikel von mir:

Wie sauniere ich richtig?

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